Endlich verlobt – aber was nun?

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Es ist ein unfassbar schöner Moment – die Verlobung. Dieser eine Moment, wenn dich dein liebster Mensch fragt, ob du ihn heiraten und ihr euer ganzes Leben miteinander verbringen möchtet <3 Ich kann absolut nachvollziehen, wie toll dieser Augenblick ist und wie schön es sich einfach anfühlt – ich selber habe geheult wie sonst was 😀

Doch was passiert danach? Wie geht es nun weiter? In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Tipps an die Hand geben, die ich als Hochzeitsfotografin und selber als zukünftige Braut wichtig finde. Als allererstes solltet ihr aber dieses Hochgefühl, das Knistern in der Luft und zwischen euch einfach genießen. Vielleicht wird es ähnlich wie bei mir sein und ihr könnt die nächsten Tage nur noch grinsen 😉

Wenn ihr allen stolz wie Oskar erzählt habt, dass ihr verlobt seid und euer Verlobungsring (falls es einen gibt) ausreichend bewundert wurde, dürft ihr endlich anfangen zu planen! Vielleicht habt ihr euch insgeheim schon lange vorgestellt, wie es wäre euren Schatz zu heiraten, wo ihr gerne heiraten möchtet, wo die Feier statt finden soll und, und, und – vielleicht steht ihr aber auch noch ganz am Anfang. Egal wie viele Ideen ihr schon habt, jetzt solltet ihr euch zuerst über die drei Punkte Gedanken machen, die die Rahmenbedingungen eurer Hochzeit festlegen.

Als erstes solltet ihr also…

  • euer Hochzeitsdatum festlegen (ggf. Ausweichdatum, falls ihr an einer ganz bestimmten Location heiraten/feiern wollt)
  • eine grobe Gästeliste erstellen, um euch über die Gästeanzahl klar zu werden
  • euer ganz persönliches Hochzeitsbudget festlegen (gibt es evtl. „Zuschüssen“ von euren Familien?)

Je nachdem wie „kurzfristig“ (bei vielen Dienstleistern und Locations ist alles <1 Jahr schon „spontan“) ihr eure Hochzeit plant, solltet ihr, wenn ihr euer Wunschdatum auswählt, auch auf ein paar Dinge achten. So sind besonders Wochenenden mit angrenzenden Feier- und/oder Brückentagen sehr beliebt, aber auch besondere Datumskombinationen (z.B. 1.7.2017) oder Schnapszahlen (22.2.2022) werden oft gewählt und entsprechend früh sind die Locations und Dienstleister an diesen Tagen schnell ausgebucht. Wenn ihr also in einer ganz bestimmten Location feiern wollt, solltet ihr euch rechtzeitig darum kümmern oder vielleicht sogar ein Ausweichdatum parat haben, falls euer erstes Wunschdatum bereits belegt sein sollte. Aber bitte, brecht jetzt nicht in Panik aus – ich möchte euch lediglich darauf hinweisen, dass ihr nicht zu lange warten solltet. Das gilt natürlich gleichermaßen auch für andere Dienstleister.

Wenn dann Hochzeitsdatum und Location stehen, solltet ihr euch über eure Trauung informieren. Sprich, soll es eine standesamtliche, kirchliche oder freie Trauung werden und wo wünscht ihr euch diese?

Um eure Eheschließung rechtskräftig zu machen, kommt ihr in Deutschland nicht um die standesamtliche Trauung herum 😉 Falls euer Standesamt optisch nicht so viel zu bieten hat, informiert euch auf jedenfall auch, ob es bei euch die Möglichkeit gibt in einer Außenstelle zu heiraten. Und zur Not könnt ihr euch, gegen eine entsprechende Gebühr, auch in einem Standesamt außerhalb eures Wohnorts, trauen lassen. Je nach Standesamt kann euer Termin bereits ein Jahr im Voraus reserviert werden – fragt dazu einfach telefonisch nach oder schaut auf der Homepage eures Standesamts, wie es bei euch geregelt ist. Frühstens sechs Monate vorher könnt ihr dann die Eheschließung anmelden – dafür benötigt ihr eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister; wendet euch dazu am besten an die Stadtverwaltung eures Geburtsortes. Hierbei müsst ihr darauf achten, dass das Ausstellungsdatum der Abschrift innerhalb der sechs Monate vor eurem Hochzeitsdatum liegt.

Auch bei einer kirchlichen Trauung solltet ihr euch vorher überlegen, welche Kirche es denn sein soll und mit dem Pfarrer der Gemeinde Kontakt aufnehmen und anfragen, ob das Datum und eure gewünschte Uhrzeit (in den meisten Fällen wird diese auch schon gerne erfragt) noch frei sind. Falls ihr euch in einer anderen Gemeinde als der, in der ihr seid, trauen lassen möchtet (weil euch zum Beispiel eine andere Kirche wesentlich besser gefällt oder das Datum nicht mehr frei ist), kann es gut sein, dass ihr euren „eigenen“ Pfarrer mitbringen müsst. Das kann jemand aus der eigenen Gemeinde oder vielleicht – wenn ihr zugezogen seid – ein Pfarrer aus eurer ehemaligen Gemeinde sein.

Bei einer freien Trauung gibt es gleich zwei Punkte, die zu beachten sind. Solltet ihr euch nicht am Ort der späteren Feier das Ja-Wort geben, müsst ihr auch hier relativ zeitnah nach einer geeigneten Location Ausschau halten. Außerdem sollte euch auch jemand trauen 😉 Das kann zum Beispiel ein Trauredner übernehmen oder ihr macht es einfach locker und persönlich und lasst jemanden aus eurer Familie oder eurem Freundeskreis die Trauung abhalten – auch diese Variante habe ich schon erlebt und es war wirklich wunderschön 🙂

Wenn dann die „Grundpfeiler“ euer Hochzeit stehen, solltet ihr euch Gedanken über eure Einladungen machen, damit eure Gäste auch von eurer Hochzeit erfahren. Wenn ihr die Zeit habt, empfehle ich, diese etwa 4-6 Monate vor der Hochzeit zu verschicken. Solltet ihr sogar noch mehr Zeit haben oder solltet ihr euer Wunschdatum schon festgelegt haben, aber ihr habt noch keine weiteren Details über die Uhrzeit oder die Location, bieten sich die so genannten „Save the date“-Karten zum Vormerken des Termins an. Diese würde ich so früh wie möglich verschicken, damit ihr euch sicher sein könnt, dass sich alle Gäste den Termin frühzeitig in den Kalender eintragen. Auch wir haben diese Option gewählt und eine digitale Karte mit Fotos, sowie unserem Hochzeitsdatum erstellt und anschließend per Mail verschickt. Natürlich könnt ihr dies auch auf dem Postweg machen – das ist dann nochmal persönlicher und es ist einfach super schön, solche Dinge in Händen zu halten <3 Hier habe ich auch schon verschiedenste Sachen mit Magneten, Bleistift, Post-its, etc. gesehen – einfach mal im Netz stöbern 🙂

Auch bei den Haupteinladungen und der restlichen Papeterie sind der Fantasie im Grunde keine Grenzen gesetzt – hier könnt ihr vorgefertigte Vorlagen nutzen oder euch etwas Einzigartiges und Individuelles bei einem Designer anfertigen lassen. Aber selbst vorgefertigte Designs könnt ihr zum Beispiel ganz einfach mit Fotos von euch personalisieren und so Einladung, Danksagung und sogar Kirchenheft individualisieren. Hier bietet sich beispielsweise wunderbar ein Shooting bei mir im Vorfeld der Begleitung an – so können wir uns noch besser kennen lernen und ihr bekommt ein Gefühl dafür, wie ich arbeite 🙂 Und schöne Erinnerungen mit dem liebsten Menschen lohnen sich schließlich immer, oder? 😉

Neben den Gästen gibt es natürlich noch viele andere Personen, die euren Hochzeitstag zu dem wohl schönsten Tag in eurem Leben werden lassen:

  • Fotograf
  • DJ/Band
  • Dekorateur
  • Hair- & Make-Up Artist
  • Catering (wenn nicht von der Location)
  • Konditor
  • Florist
  • weitere Dienstleister wie SängerInnen, Entertainer, Pyrotechniker, Grafik-Design für Papeterie, etc.

Auch diese Dienstleister (bzw. die, die ihr benötigt) solltet ihr nach Festlegen von Datum und Location kontaktieren – denn auch hier gilt: je beliebter, desto schneller vergeben.

Ja, das kann schon ein kleiner Marathon werden – je nachdem wie früh ihr dran seid. Doch bis hierhin habt ihr schon jede Menge geschafft und könnt euch mal eine Pause gönnen 😉 Ihr könnt euch jetzt zum Beispiel zusammensetzen und ein paar Inspirationen sammeln, wie ihr euch euren Tag denn im Detail vorstellt. Heutzutage gibt es schier unendlich viele Inspirationsquellen! Zeitschriften, Hochzeitsblogs, Facebook-Gruppen, Moodboards (wie Pinterest) – sie alle geben euch viel Input. Speichert euch eure Favoriten auf jeden Fall ab oder legt euch einen Hochzeitsordner an; achtet aber auch darauf euch nicht in Ideen und verschiedenen Stilen zu verlieren. Ihr könnt schauen, ob ihr ein Farbthema haben möchtet, welche Blumen und Deko es werden sollen, was für Wünsche ihr für die Torte habt und euch vielleicht schon ein bisschen das Wasser im Munde zusammen laufen lassen, wenn ihr euch die von der Location oder dem Catering angebotenen Gerichte und Menüs durchlest 😀 Diese ganzen Dinge könnt ihr dann einige Monate vorher mit den jeweiligen Dienstleistern besprechen – wichtig ist aber erst einmal, dass sie euren Termin für euch eintragen. Falls ihr einen (großen) Teil der Planung abgeben möchtet, könnt ihr selbstverständlich auch einen Weddingplaner ins Boot holen. Aber, ihr könnt es sicher ahnen was jetzt kommt: wartet nicht zu lange mit einer Anfrage 😀

Natürlich sind auch Kleid, Anzug und Ringe wichtige Dinge – während bei Hochzeitskleidern Bestellzeiten von mehreren Monaten durchaus normal sind, seid ihr beim Kauf eines Anzugs meist zeitlich deutlich flexibler. Allerdings solltet ihr bedenken, dass bei der Kleidung oft noch Änderungen vorgenommen werden müssen. Wollt ihr die Ringe individuell anfertigen lassen oder sogar selber schmieden (einige Goldschmiede bieten das an), dürft ihr auch hier die Zeit nicht aus dem Auge verlieren.

Puh, der Text wird immer länger, aber so langsam nähern wir uns dem Ende 😀

Nun will ich euch nämlich noch ein wenig darüber erzählen, was passiert wenn ihr mir eine Anfrage schickt. Zuerst einmal freue ich mich natürlich, dass euch meine Bilder gefallen 🙂

Am besten ist es immer, wenn ihr mir in eurer Anfrage direkt ein Hochzeitstdatum und auch den Ort bzw. zumindest die Stadt mitteilt, in der Trauung und Feier stattfinden sollen. So kann ich sofort nachschauen, ob der Tag überhaupt noch verfügbar ist oder der Tag (leider) schon belegt ist. Ich weiß selber wie schön und anstrengend zugleich so eine Hochzeitsplanung sein kann, deswegen versuche ich euch auch im Falle, dass euer Termin schon vergeben ist, nicht im Regen stehen zu lassen. Ich empfehle euch in dem Fall auch gerne einen meiner Kollegen, der an dem Datum noch verfügbar ist.

Falls alles soweit passt, aber ihr mir in eurer ersten Nachricht noch keine gewünschte Begleitungsdauer mitgeteilt habt, werde ich mich telefonisch oder per Mail nochmal mit einem kleinen Fragenkatalog zurückmelden, damit ich euch ein oder mehrere individuelle und unverbindliche Angebote erstellen kann. Solltet ihr noch nicht genau wissen, wie lange ihr euch eine Begleitung wünscht, helfe ich euch sehr gerne dabei, mache euch Vorschläge und gebe Tipps. Genaue Details darüber, was in der Hochzeitsbegleitung enthalten ist würden wir zu dieser Zeit klären.

Bilder sind für mich als Fotografin nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern auch mein Aushängeschild. Meine potentiellen Kunden sehen oft zuerst meine Arbeiten und entscheiden sich dann, ob der Stil zu ihnen passt. Von daher gibt es in meinen Hochzeitsangeboten immer zwei Preise. Einmal den regulären Preis und einen Preis mit einem Danke-Rabatt, dafür, dass ihr es mir erlaubt eure Bilder zu verwenden. Denn ich denke mir: wenn ihr so lieb seid und mir die Erlaubnis gebt, möchte ich euch einfach auch etwas zurück geben 🙂 Selbstverständlich wird die Nutzung vertraglich geregelt und ich bin selbst natürlich darauf bedacht nur vorteilhafte Bilder zu verwenden – einen Mustervertrag bekommt ihr zu jedem Angebot dazu.

So, nun möchte ich diesen Beitrag aber langsam abschließen 😀

Hier aber noch ein finaler Tipp: Um nicht den Überblick über euer Budget zu verlieren, erstellt euch über die Kosten, die anfallen, am besten eine Excel-Tabelle. Wenn ihr Preise erfragt habt, tragt diese ein. Auch Dinge, die schon fest gebucht sind, aber noch nicht fällig sind könnt ihr hier eintragen. Schreibt euch auch direkt Hinweise dazu, wann zum Beispiel Anzahlungen und schließlich die Restzahlung getätigt werden müssen. Für uns funktioniert dieses Model sehr gut – so haben wir unsere Finanzen immer im Blick 😉 Und da die meisten wohl zum ersten mal eine Hochzeit planen, schaut vielleicht, dass ihr auch einen Geld-Puffer einplant – denn es kann immer mal passieren, dass ein Posten doch größer ausfällt, als zu Beginn gedacht.

Jetzt möchte ich aber, dass ihr euch einfach nochmal zurücklehnt und die Verlobung genießt, bevor ihr euch ins Abenteuer Hochzeitsplanung stürzt 🙂

Wenn ihr noch Fragen habt, nutzt doch gerne die Kommentarfunktion – so könnt ihr mit euren Fragen auch direkt anderen, zukünftigen Brautpaaren helfen.

3 Gedanken über “Endlich verlobt – aber was nun?

  1. Pingback: Mein zweites Jahr im Rückblick | Diana Jill Fotografie

  2. Anne-Marie

    Wirklick tolle Tipps 🙂

    Vor allem den Punkt mit der Exceltabellte finde ich sehr, sehr wichtig. Die Kosten für die großen Dinge wie Location, DJ, Fotograf, Kleid usw. behält man irgendwie doch im Kopf. Aber wie man so schön sagt „Kleinvieh macht auch Mist“ und bei einer Hochzeit gibt’s ordentlich davon. Tischdeko, Sitzplan, Gästebuch – jedes liebevolle Detail ist mit Kosten verbunden und ohne Hilfsmittel ist es quasi unmöglich da einen Überblick zu behalten.
    Da aber die Hochzeit ein schöner (der schönste :D) Tag im Leben werden soll und nicht der Grund für die Privatinsolvenz ist es wahnsinnig wichtig alle Kosten festzuhalten und je nach Budget hier und da ein paar Abstriche zu machen. So kann man den Tag sorglos genießen 🙂

    1. Diana Jill Fotografie Beitrags Autor

      Liebe Anne-Marie,
      wie schön, dass du dir meinen Blog angeschaut hast, auch wenn eure Hochzeit schon war – an die ich mich übrigens immer wieder gerne zurück erinner 🙂
      Vielen Dank auch für deine Meinung zum Thema „Hochzeitsplanung“. Wir merken momentan auch immer wieder, dass wirklich viele kleine Dinge noch dazu kommen. Sei es nur das Porto für die Einladungen oder zum Beispiel ein kleines Gelkissen für die Schuhe. Es kommt einiges zusammen und wir tragen wirklich jede noch so kleine Kleinigkeit fleißig in unsere Tabelle ein 😉

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